Ente auf tschechische Art: von der Martinsgans bis zur konfierten Keule
Gebratenes Geflügel mit Kraut und Knödeln gehört zu den typischsten tschechischen Gerichten. Die Gans wird traditionell um den Martinstag (11. November) gebraten, die Ente steht das ganze Jahr auf der Karte.
Woran man eine gut gebratene Ente erkennt
- Die Haut ist knusprig und goldbraun, nicht gummiartig.
- Das Fleisch löst sich leicht vom Knochen, ist aber weder zerkocht noch trocken.
- Das Kraut – weiß oder rot – ist ausgewogen süßsauer.
- Die Knödel sind locker; ideal sind zweierlei (Semmel- und Kartoffelknödel).
Konfierte Keulen
Beim Konfieren gart das Fleisch langsam im eigenen Fett bei niedriger Temperatur. Das Ergebnis ist besonders saftiges Fleisch, das vor dem Servieren knusprig nachgebraten wird. Die Potrefená husa in Liberec etwa führt konfierte Entenkeulen mit Rotkohl, Kartoffelknödeln und Zwiebeln als Spezialität.
Was man dazu trinkt
Zu fettem Geflügel passt ein herberes helles Lager, das den Gaumen erfrischt, oder ein halbdunkles Bier, dessen Karamellnoten zur knusprigen Haut passen. Weinliebhaber greifen zum Martinswein – einem jungen Müller-Thurgau oder Sankt Laurent.